Pünktlich um 07.00 Uhr am Samstag Morgen trafen sich die aktiven Turner vom STV Salmsach am Bahnhof Romanshorn. Die 10 Turner liessen sich von keinem Virus abhalten am Bettags-Wochenende, Zeit miteinander zu verbringen und so war die Vorfreude nach einem turnerisch und kameradschaftlich eher mageren Jahr gross. Ausgerüstet mit dem traditionellen Überlebens-Paket, bestehend aus klassischem Jause-Schmaus und erfrischenden Hopfengetränken durften in diesem Jahr die Schutzmasken nicht fehlen.

Mit dem Zug in Richtung Frauenfeld, Umsteigen auf den Bus in Richtung Nussbaumer See….. Wo führen uns Sandro und Kevin wohl hin? Damit die notwendigen Pflicht-Jöbli ohne Wenn und Aber besetzte wurden hatte sich Sandro mal was ganz Lustiges ausgedacht…… Eine Schachtel Gaudimax zum Znüni und folgende Ämtli waren Ratz-Fatz vergeben: -Schreiberling: Michi Dünner/ -Feuermacher: Dominik Inauen: -Organisator nächste Turnfahrt: Sandro Cerone und Martin Krebser.

Nach einer kurzen Busfahrt stiegen wir dann in Hüttwilen bei leichtem Nebel aus und machten uns zu Fuss in Richtung Stammheim. An mehreren Bauernhöfen, Reben und Obstkulturen vorbei und dem Stammertal folgend zog es unsere beiden Organisatoren zügig in Richtung Unter Stammheim. Nach einem kurzen, aber sehr wohltuenden Rast ging es dann weiter zu einem Bauernhof resp. zu einer Besenbeiz. Beim Anblick der Wirtshaus-Tafel schlug dem einen oder anderen der Puls etwas höher. «Hopfen-Tropfen» da kann ja nichts mehr schief gehen dachten wir. Und tatsächlich, uns erwarteten sechs interessante und amüsante Stunden im Kreise echter Bierliebhaber. Nach einem ersten Begrüssungsglas feinsten Stammheimer Hopfenbieres durften wir von den Hopfenbauern und Bierbrauern Vater und Sohn einige wichtige Informationen zum Hopfen und zum Bierbrauen erfahren. Natürlich stellte der Braumeister einen Sud feines Bier an und wir durften tatkräftig mithelfen. Zwischendurch wurden wir durch die Hopfenfelder geführt und es war für uns alle neu, dass es so viele verschiedene Hopfenarten in den verschiedensten Geschmacksorten gibt. Nach dem Rundgang machte sich neben dem Durst auch ein kleiner Hunger bemerkbar, Auch dafür war gesorgt und wir wurden ausgezeichnet in wahrer Biermanier verköstigt. Nach dem Essen konnte sich noch jeder sein Wegbier erspielen…naja, Sandro mit dem grössten Durst schaffte natürlich 3 Büchsen, ich hatte weniger Glück. Aber ich darf ja wenigstens den Bericht schreiben… J

Leider hatte auch dieser herrliche Nachmittag in der Gartenbeiz wo es uns an nichts fehlte ein Ende. Manch einer wurde bleich im Gesicht, als Sandro uns mitteilte, dass wir noch 1.5 Stunden über den Berg wandern sollen. Wenn wir das gewusst hätten…..

Damit es nicht ganz so schlimm wurde machten wir noch bei Mirco Schumacher im Restaurant halt. Nicht, dass noch jemand auf der Wanderung verdurstet. J

Zügig schritt die schnelle Gruppe voran, offenbar wollten Sie den Berg schnell hinter sich bringen. Als die zweite Gruppe am Campingplatz Wagenhausen ankam brannte das Feuer bereits und wir konnten unsere Unterkunft im Lagerhaus beziehen. Bei angenehmen Temperaturen und feinen Steaks vom Grill genossen wir den Abend am idyllischen Rheinufer. Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es dann am Sonntagmorgen zu Fuss Rhein aufwärts dem Untersee entlang bis nach Berlingen. Auch am Sonntag bildeten sich schnell zwei Gruppen wobei die langsamere Gruppe etwas früher am Mittagstreffpunkt ankam….. (SBB sei dank J)

Frisch gestärkt bestiegen wir das Schiff nach Konstanz. Beim «Hoseabe» spielen verging die Zeit wie im Flug und wir kamen bei schönstem Wetter in Konstanz Hafen an. Der obligatorische «Einkehr» im Biergarten durfte natürlich nicht fehlen. Die letzte Etappe bestritten wir dann noch mit der Bahn und kamen alle wohlbehalten aber müde wieder nach Hause.

Im Namen aller Teilnehmer danke ich den beiden Organisatoren Sandro und Kevin für die erlebnisreichen, herrlichen zwei Tage. Es hat alles gepasst, wir haben einiges über das Bierbrauen gelernt und auch die Kameradschaft konnte nach der langen Corona-Zeit endlich wieder einmal gepflegt werden. Wir freuen uns alle auf das selbstgebraute Bier, das wir hoffentlich bald abholen können.

Der Schreiberling Michi Dünner