Am 19.9.2015 trafen wir uns am Morgen um 7.45 Uhr in Romanshorn, von wo aus wir mit dem Zug nach Wasserauen fuhren. Dort angekommen buckelten wir unsere Rucksäcke und setzten zu unserer Ersten Etappe an, welche uns zum Seealpsee führte. Da es langweilig wäre den direkten Weg zu nehmen entschied sich unser Reiseführer Andreas die Höhenroute über das Hüttentobel zu nehmen. Nach dem wir den ersten Hügel schafften, durften wir uns bei Jasmin Kugler in der Forelle erholen, bevor es weiterging bekamen wir noch 42 Kräuter zur Stärkung.

Nach dem alle noch den „Angstbisi“ gemacht hatten setzten wir unsere Wanderung fort um den See herum bis wir rechts in den Wald stachen und dann steil hinauf wanderten, bis wir an einem schönen Flecken Wanderweg das erste Mal unsere Rucksäcke erleichterten und etwas assen. Nach der Besichtigung des Sees und der Altenalp von oben, ging es weiter hinauf entlang einer Felswand, bis wir über einen schönen Wiesenweg bei der Meglisalp ankamen. Im Restaurant stärkten wir uns bei einem feinen Essen und einem Hopfentee. Michi nahm extra ein Lager um Marcel die „Schinige-Platte“ zu zeigen. Nach Speis und Trank verfolgten wir unseren weg weiter den Berg hinauf in Richtung Altmann. In diesem Teilstück teilte sich die Gruppe in eine schnelle und eine etwas geniesserischere. Die zweite Gruppe kam nicht viel später, aber dafür mit Eindrücken von „Munggen“ und „Steibögg“ nach der ersten auf dem Rotsteinpass an. Dort assen wir einen feinen Znacht und verbrachten den Abend mit Jassen und dem zuhören von Livemusik, welche selten im richtigen Ton war. Weil wir alle etwas müde von der Wanderung wurden, suchten wir früh unsere Matratzen und schliefen auch recht schnell.

Am nächsten Morgen nahmen wir das Frühstück zu uns. Währenddessen draussen das Wetter nicht so richtig wusste was es will. Wir entschieden uns dann trotz Ungewissheit für die Lange Route. Wir kletterten über den Lisengrat auf den Säntis, auf dem Weg sahen wir zum Teil bis zum Bodensee und erkannten sogar die Bucht von Arbon. Auf dem Säntis angekommen tranken wir kurz etwas und marschierten ziemlich schnell wieder los. Nach dem wir unter dem Säntis aus dem Tunnel kamen graute es uns, als wir die Klippe hinunter sahen und merkten dass wir über die Himmelsleiter da runter müssen. Wir überstanden alle die „Höllenleiter“ heil und der Weg führte uns weiter über Stock und Stein den Berg hinunter. Nachdem wir etwa 25 Steinböcke und eine Murmeltierfamilie sahen, machten wir es uns hinter einem Felsbrocken gemütlich und nahmen eine Jause zu uns. Marcel war so in Schwung dass er am Fels vorbei trabte und alleine weiterwanderte. Nach einiger Zeit wurde es dann auch für uns Zeit wider aufzubrechen. Durch dicken Nebel tasteten wir uns weiter den Weg entlang, bis die Sonne wieder zum Vorschein kam und wir nochmals steil den Berg hinauf kletterten. Nach den letzten Strapazen erreichten wir den Schäfler. Dort wurde uns eine feine Rösti aufgetischt. Wir assen diese auf und liefen noch kurz bei leichtem Regen zur Ebenalp, von wo aus wir die Gondel hinunter nach Wasserauen nahmen.

Wir stiegen in den Zug und fuhren wieder nach Hause. Und so ging wieder einmal eine schöne aber strenge Turnfahrt zu Ende. Ich danke dem Reiseleiter Andreas Kugler für die Organisation.

Freundliche Turnergrüsse Martin